Dienstag, 26. Mai 2015

Pfingstwanderung

Alljährlich zu Pfingsten findet vom Verein Lebendige Burg e.V. der Tannenburg in Nentershausen eine Wanderung statt. Dabei soll neben dem Spaß, der natürlich nie zu kurz kommt, natürlich auch die eigene Ausrüstung getestet werden. Den "Fußlahmen" wie mir sind zum Glück moderne (Wander)Schuhe erlaubt, denn nach einem schlecht auskurierten Bänderriss traue ich mir eine Wanderung in Mittelalterschuhen definitiv (noch) nicht zu! Die Gruppe startete bei perfektem Wanderwetter bei bedecktem Himmel und etwa 15 °C direkt auf der Tannenburg.


Geplant war ein Rundweg durch Feld und Wald und anschließende Rückkehr auf die Burg. Ich bin zur Zeit völlig untrainiert und wollte mich eigentlich nach etwa der Hälfte der Strecke einsammeln lassen, aber es kam dann doch anders... die Wälder rund um die Burg sind weit und irgendwie ergab sich keine Gelegenheit für den Shuttleservice, also Augen zu und durch! Am Ende sind aber doch alle zusammen angekommen, nach fast 14 km und immerhin 770 m Höhenunterschied etwas 
erschöpft, aber zufrieden. 


Mein Fazit: Das Wandern in "mittelalterlich" ist ungewohnt, aber eine Erfahrung wert!

Nach der Wanderung im letzten Jahr bei über 30°C hatten wir die Wasservorräte etwas großzügiger geplant - das war richtig! Ich fand das wandern in Leinenunterkleid und Wollkleid etwas mühsam, gerade bei hohem Gras und querliegenden Bäumen hat mich der viele Stoff gestört und nur das Raffen mittels Gürtel hat geholfen. Ein Wanderstab ist absolut von Vorteil und war überhaupt nicht lästig, wie ich zuerst befürchtet hatte. Meine Umhängetasche war anfangs mit Wasser und Proviant beladen recht schwer - das habe ich auf der belasteten Schulter dann doch gemerkt. Für nächstes Mal werde ich einen Tragesack nehmen, der mehr auf dem Rücken sitzt und eine größere Auflagefläche hat. Denn Mitwandern will ich im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder!


Montag, 25. Mai 2015

Baumwolle? Wollbaum!

Am ersten Maiwochenende habe ich im Mittelalterhaus Nienover (www.mittelalterhaus-nienover.de) unter etwas widrigen Bedingungen Wolle gefärbt. Die widrigen Bedingungen meinen: es war saukalt, mir sind beim Auswaschen der Wollstränge fast die Finger abgefroren. Morgens hatten wir tatsächlich Rauhreif! Wegen des unbeständigen Wetters konnten wir draußen kein Feuer machen und ich habe den ganzen Tag drinnen im Rauch gesessen... Umso mehr freut es mich, dass einiges ganz schön geworden ist! Gefärbt wurde mit gemahlener Krappwurzel und Zwiebelschalen.

Foto von der "Baumwolle" mit freundlicher Genehmigung von Friederieke Steensen ;-)