Freitag, 19. September 2014

Gefärbtes vom Tag des offenen Denkmals

Das diesjährige Motto beim Tag des offenen Denkmals war "Farbe", also haben auch wir die Färbekessel übers Feuer gehängt. Gefärbt wurde mit Krapp und Frauenmantel (danke Silvia, das war deine Gartenernte ;-)), in einem verzinnten Eisenkessel und in einem emaillierten Gulaschtopf. Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden. Der geschnittene Krapp wurde von Astrid vorbereitet und mit Weizenkleie zur Farbintensivierung eingeweicht. So richtig haben wir die Auswirkung der Kleie nicht beobachten können, hatten aber den Eindruck, dass der zweite und dritte Zug davon profitiert haben. Der Frauenmantel wurde vor Ort ausgekocht und wegen Platzmangel aus dem Topf genommen.

Krapp erster, zweiter und dritter Zug
 - Frauenmantel erster Zug und zweiter mit Eisenvitriol

Montag, 15. September 2014

TdoD am Harzhorn

So, der Tag des offenen Denkmals 2014 ist vorbei. 

Wir haben mit tatkräftiger Unterstützung unserer befreundeten Germanen Sven und Flo sowie Hilfstruppen aus Hessen ein schönes Bild auf dem Römisch-Germanischen Schlachtfeld am Harzhorn abgegeben!

 
Als am Sonntag das Wetter sowie die Stimmung immer besser wurde, haben wirklich alle für eine sehr schöne Veranstaltung gesorgt. Die Männer haben nach Ankündigung durch unsere wagemutigen Späher die Besuchergruppen mit einem Schildwall empfangen, der viele dann doch erstmal zögern ließ. 

 

Aber wir sind ja eigentlich ganz lieb und so haben sich dann doch viele näher gewagt und einen Blick auf die Waffenschau vom 1. bis zum 3. Jahrhundert geworfen...



 ...oder in den Färbetopf. Ich habe immerhin drei Züge Krapprot und zwei Züge Frauenmantel als "Beute" mit nach Hause gebracht - da fällt mir ein, ich muß noch Wolle spülen ;-)...



Donnerstag, 11. September 2014

Mal eben schnell...

Gestern (!) fiel mir auf, dass ich für die Veranstaltung am Wochenende gar keinen Gürtel hatte. Wie immer total unvorbereitet... also habe ich flugs in der Literatur gewühlt und einen Gürtel gewebt. Vorlage ist ein Fund aus dem Vaalermoor in Schleswig-Holstein, beschrieben von Karl Schlabow.

Der Gürtel ist schlicht zweifarbig aus pflanzengefärbter Wolle mit 12 Randbrettchen und 12 Musterbrettchen, die jeweils nur mit zwei Fäden bezogen sind. Da mit zwei Schußfäden gewebt wird, kommen diese hier ausnahmsweise im Muster zur Geltung, etwa alle 3-4 cm wechselt die Richtung der diagonalen Streifen, die dadurch entstehen. Ab und zu wird der Schußfaden weggelassen und dadurch entstehen elastische, nicht abgebundene Stellen im Gewebe. So sollte es jedenfalls sein, einmal habe ich es in der Hektik und mir einer ausgewachsenen Erkältung übersehen - perfekt sind eben nur die Götter!